Psychologinnen und Psychologen fordern eine inklusive Schule
Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) unterstützt eine zügige Umsetzung der UNO-Konvention für die Rechte behinderter Menschen insbesondere in den Schulen. Der Verband wendet sich damit sowohl an Bund und Länder als auch an Eltern, die mit der Inklusion die Furcht vor einem sinkenden Bildungsniveau verbinden. Aus psychologischer Sicht ist nach Auffassung des Bundesverbandes die Inklusion eine unabdingbare Voraussetzung für die Ansätze der individuellen Förderung in Schulen und einen respektvollen Umgang in unserer Gesellschaft. Die zum Teil zu beobachtende Reduzierung der Diskussion über Inklusion auf die Kostenfrage wird vom BDP entschieden abgelehnt. "Erstens können wir nicht zulassen, dass die Achtung oder Nichtachtung von Menschenrechten je nach Haushaltslage beurteilt wird und zweitens ist die Behauptung, dass Inklusion langfristig zu hohen Mehrkosten führe, falsch", sagte Ziegelmayer, der Vorstandsvorsitzende des BDP unter Hinweis auf vorliegende Studien.
